1.Mose 23:1 – 25:18
Chaje Sarah – Sarah’s Lebensalter
- Torahlesung: 1.Mose 23:1 – 25:18
- Haftaralesung: 1.Könige 1:1 – 3:1
Kurzübersicht des Geschehens:
- Tod und Begräbnis von Sarah
- Abrahams Knecht sucht und findet eine Frau für Isaak
- Abrahams Tod und Begräbnis
- Ismaels Tod
- Die Haftara zu dieser Woche berichtet über die unrechtmäßige Thronfolge Adonijas über Salomon.
Direkt zu Anfang dieses Wochenabschnittes stirbt Sarah (23:2), die Frau Abrahams und Mutter Isaaks. Durch ihren Tod wird der erste von drei wichtigen Kaufverträgen in der Bibel schriftliche verbrieft.
- Abraham kauft die Höhle Machpela in Hebron für 400 Schekel Silber.
- Jakob (Israel) kauft ein Feld in Sichem für 100 Kesita und baut dort dem Herrn einen Altar den er „Gott, der Gott Israels“ nennt. (1.Mose 33:19-20).
- David kauft die Tenne Ornans des Jebusiters (Arauna in 2.Sam.24) für 600 Schekel in Gold (1.Chronik 21:25), errichtet dort einen Altar und später durch Salomon den ersten Tempel.
Die Frage nun ist: was hat das mit uns heute zu tun? Wo ist die Verbindung zwischen diesen Jahrtausend Jahre alten Verträgen und der modernen Zeit?
Viel in jeder Hinsicht, denn der erste Platz gehört unserem „Vater“, dessen Erben wir geworden sind:
„Darum ist es aus Glauben, dass es nach Gande gehe, damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft sicher sei, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist, wie geschrieben steht.
“Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt“…“ ( Römer 4:16-17)
Abrahams Verheißung bestand im wesentlichen aus zwei physischen Segnungen. Erstens das er Nachkommen wie Sterne am Himmel haben würde und zweitens, das er das Land erben würde.
In unserer heutigen Torahlesung erfahren wir nun, das Abraham dieses erste Stückchen des verheißenen Landes nicht durch Raub oder Besetzung, nicht durch Mord oder Erpressung, sondern durch eine legale Kaufhandlung erworben hatte, um dort seine verstorbene Frau zu begraben. Als seine Nachkommen im Glauben ist es sehr wohl wichtig zu wissen, was denn nun mit diesem Stückchen Land passiert ist, da wir auch Miterben sind (siehe auch Röm. 8:17).
Die anderen beiden Plätze sind erworben worden, um Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus, einen Altar zu bauen, um ihn dort zu verherrlichen. Der erste Altar ist für den „Gott Israels“ gebaut.
Auf dem von David erworbenen Platz wurde der erste und der zweite Tempel errichtet. Es ist der Ort, wo Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte und Gott ihm als „YHVH –Yireh“ erschien ( der HERR sieht) (1.Mose 22:14)
Beide Plätze wurden von Nachfahren Abrahams erworben. Auch hier sollten wir uns um unseren „Familienbesitz“ kümmern. Was geschah mit diesen Immobilien, die unsere Vorfahren kauften?
Keiner dieser Orte wurde je verkauft oder verschenkt, dennoch befindet sich keiner dieser Plätze in der Hand der rechtmäßigen Eigentümer.
- Die Höhle Machpela in Hebron fungiert als Ibrahim-Moschee in der ein kleiner Teil für Juden freigegeben ist. Die Vorherrschaft in Hebron (80%) besitzt die Palestinensische Authonomie Behörde. Von 100.000 Einwohnern Hebrons sind nur 400 jüdisch. Über die letzten Jahrhunderte wurden Juden mehrfach aus Hebron vertrieben oder durch Aufstände moslemischer Araber niedergemetzelt.
- Auf dem Feld welches Jakob erworben hatte, wurde später sein Sohn Joseph begraben (Josua 24:32),was zu der damaligen Zeit immer noch in Familien Besitz war. Sichem, welches von Arabern in Nablus umbenannt wurde, ist heute ausschließlich von Arabern bewohnt, von denen fast 100% Moslems sind.
- Das Grab und das Feld Israels (Jakob) wird von Moslems kontrolliert, die auf gutdünken und trotz verschiedener Absprachen, Nicht-Moslems den Zutritt gewähren oder auch verweigern. Schon mehrfach ist es zu gewaltätigen Auseinandersetzungen gekommen.
- Auf dem damaligen Tempelplatz im Herzen von Jerusalem steht heute der Felsendom und die Al-aksa Moschee. Kontrolliert wird dieses Fleckchen Land von der Waqf, einer fundamentalistisch moslemischer Gruppe, die jedes Gebet von Nicht-Moslems strikt untersagt, wenn nötig mit Gewalt. Dort wo früher der Tempel Gottes stand und Jesus seine Jünger lehrte, steht heute der Felsendom, der die Aufschrift „Gott hat keinen Sohn“ trägt.
Ich glaube nicht, das wir in der Lage sind, die verfahrene politische Situation wesentlich zu verändern, aber ich glaube, das es wichtig ist, die geistigen Zusammenhänge zu erkennen und als Christen für die Wahrheit zu stehen. Die Haftaralesung dieser Woche, sowie die anschließenden Verse zeigen uns in einem Bild auf, wie Gott die jetzige Situation sieht.
Gott der in der Haftaralesung durch David representiert wird, erwählt seinen Sohn Jesus, der in der Geschichte durch Salomon symbolisiert wird. Der alternde König symbolisiert die letzen Tage des dahinschwindenden Prieserdienstes in Jerusalem, der bis zum Jahre 70 AD anhielt. Obwohl Gott zu dieser Zeit schon seinen Sohn dazu bestimmt hatte, König über
Israel und Retter der Welt zu werden, geschah dies zuerst hinter „verschlossenen Türen“, genau wie die Salbung Salomons.
Bis zum tatsächlichen Herrschaftsantritt, welches bei der zweiten Widerkunft Christi der Fall sein wird, setzt sich ein falscher König auf den Thron. Dieser falsche König heißt in unserer Geschichte Adonija im tatsächlichen Leben setzt sich Allah auf den Thron dem Gott allein gebührt. Wie in der Geschichte weigert sich der falsche König den rechtmäßigen Sohn anzuerkennen. Die Geschichte endet wenn sich der wahre Herrscher auf den Thron in Jerusalem setzt und der falsche seine Knie beugen muss.
„denn jedes Knie wird sich beugen und jede Zunge bekennen das Jesus Christus Herr ist.“ (Phil.2:10)
Es ist heute leichter denn je, dem falschen König nachzulaufen und ihm zu huldigen. Es ist heute einfacher mit den Massen zu laufen und den rechtmäßigen Eigentümer Israel zu enteignen, als auf das Wort Gottes zu hören.
Als Nachfolger Jesu sollten wir aber nicht daran teilhaben, sondern mit der Wahrheit stehen. Unsere wichtigste Aufgabe ist es zu beten „Dein Reich komme und Dein Wille geschehe“ um den wahren König zu empfangen.