1.Mose 18:1 – 22:24

VaYerah – Und es erschien

  • Torahlesung: 1.Mose 18:1 – 22:24
  • Prophetenlesung: 2.Könige 4:1 – 37

Übersicht:

  • Der HERR besucht Abraham.
  • Abrahams Fürbitte für Sodom und Gomorra.
  • Zerstörung Sodom und Gomorras.
  • Rettung Lots, dessen Familien und deren Unzucht.
  • Abrahams Begegnung mit Abimelech.
  • Isaak wird geboren und fast geopfert.

Während in der Lesung der letzten Woche, die „Freundschaft“ zwischen Gott und Abraham begonnen hatte, wird sie in diesem Wochenabschnitt geprüft und auf die Probe gestellt. Die Freundschaft wird in diesem Abschnitt dreimal mit ungewöhnlichen Situationen getestet und gefestigt, was sehr an Prediger 4:12 erinnert „…eine dreifache Schnur wird nicht so schnell zerrissen.“ Ein Vers, der immer gerne bei Ansprachen auf Hochzeiten verwendet wird.

Eine Freundschaft die durch „dick und dünn geht“ wird nicht so schnell beendet, während eine Freundschaft die schon bei der ersten Probe in wanken gerät nur kurz bestand hat. Wenn wir uns die Situationen anschauen durch die Abraham mit Gott gegangen ist, dann werden wir auch verstehen was Jesus meinte als er sagte:

„euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe.“ (Joh. 15:15)

Der HERR besucht Abraham (18.:1-33)

Unser Wochenabschnitt fängt mit den Worten „Und er erschien“ an. Und wir lernen die ersten Lektionen über Freundschaft. Er erschien, ohne Ankündigung, ohne anzurufen, ohne Einladung und bringt auch noch Gäste mit!

Als der HERR mit seinen beiden Engeln zu Abraham kam und vollkommen unvorbereitet vor seinem Zelteingang stand, bereitete Abraham sofort ein ordentliches Mahl zu und man setzte sich hin und unterhielt sich.

Von Anfang an ist klar wem der Respekt gebührt. Abraham weis wie er sich zu verhalten hat, er achtet den anderen höher als sich selbst und öffnet sein Haus für seinen Freund.

Obwohl der HERR es nicht nötig hätte Abraham von seinem Vorhaben, Sodom und Gomorra zu zerstören, zu erzählen hält er nicht zurück und eröffnet ihm seine Vorhaben. Auch hier weiß Abraham wie weit er gehen kann. Er kennt seine Grenze. Er weiß wem der Respekt gebührt.

Er gibt nicht nur das erste Beispiel für wahre Fürbitte, sondern zeigt auch, das Freundschaft die Grenzen des anderen respektiert. Vom HERRN lernen wir hier, dass ER mit uns den Kontakt sucht, das Gespräch und die Gemeinschaft.

Der HERR, Abraham, Hagar und Ismael (2:8-21)

Nachdem der Sohn der Verheißung, das Geschenk Gottes, entwöhnt war, kommt es zu einem Konflikt zwischen Sarah und Hagar. Sarah sieht Ismael als den Rivalen ihres Sohnes, der ihm das Erstgeburtsrecht streitig machen könnte.

Für Abraham stellt sich anscheint diese Frage nicht, denn es war sehr übel, was Sarah zu ihm sagte (Vers 36). Er hatte noch immer nicht erkannt, dass Gott tatsächlich mit Isaak seinen Bund aufrichten wollte. Abraham hatte noch immer seine Bitte aus 1.Mose 17:18 im Kopf „Möchte doch Ismael vor Dir leben!“ So lange hatte er auf den Sohn der Verheißung gewartet. Er hatte sich auf Ismael konzentriert und selbst nachdem Isaak geboren war, war Ismael „sein Sohn“ ( 21:11)

Aber Abraham verläßt sich nicht auf seine Gefühle oder hört auf sein Herz, sondern er hört auf seinen „Freund“. Oder um es mit den Worten Jesu zu sagen: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut was ich euch gebiete.“ (Jon 15:14)

Wie gut ist es auf einen Freund zu hören! Freunde haben oft einen besseren Einblick in eine Situation als wir. Sie übersehen oftmals die Wurzeln des Problems, das jetzt passiert und das was passieren wird.

Dabei fällt mir eine Stelle aus einem Derek Prince Buch ein. In seinem Buch „Gott stiftet Ehen“ gibt er Zeugnis, wie er auf seine Freunde hörte, die ihm von einer Heirat mit seiner zweiten Frau Ruth abrieten. Er verstand es nicht, er war sicher von Gott gehört zu haben, sein Herz war nicht danach, aber er hörte auf seine Freunde und wurde überaus gesegnet und heiratete letztendlich mit dem Segen Gottes und seiner Freunde!

Der HERR sieht die Gegenwart, die Vergangenheit und die Zukunft! Und er weiß, was er seinem Freund rät, er weiß was zu tun ist und Abraham ist gehorsam!

Abrahams Opfergang nach Morija (22:1-19)

Das Kapitel beginnt mit: „Und es geschah nach diesen Dingen, da prüfte Gott den Abraham.“ Nach vielen Begegnung, Unterhaltungen, kleineren Tests, Segnungen und Verheißungen kommt die ultimative Herausforderung Gottes an seinen Freund Abraham.

Nimm deinem Sohn Isaak den du lieb hast und opfere ihn als Brandopfer!

Sind wir in der Lage den Namen unseres Kindes oder unserer liebsten Person einzusetzen?

Was für ein Vertrauen, welch eine Freundschaft!

Die Beziehung Abrahams zu Gott ist über die Jahre gewachsen. Abraham kennt seinen „Freund“ und glaubt ihm, das er seinen Sohn sogar aus den Toten auferwecken könnte.(Hebr. 11:19).

Er hat Gott kennengelernt, wie er wirklich ist. Langsam zum Zorn, aber schnell zur Güte, der bis in die tausendste Generation hinein segnet.

Jesus unser Freund.

Wenn wir nun auf unsere Beziehung zu Jesus der uns Freunde nennt, können wir von uns sagen, das wir die gleiche tiefe Beziehung zu unserem Erlöser haben wie Abraham zu Gott?. Sind wir bereit jeden aufzunehmen den der Herr „mitbringt“? Sind wir bereit auf seine Stimme zu hören, auch wenn uns das Herz etwas anderes sagt? Sind wir bereit das liebste zu geben um Gott zu dienen?

Warum hat Gott alles dem Abraham offenbart? Weil er schon vorher wußte, das Abraham sich eines Freundes würdig erweisen würde und „denn ich habe ihn erkannt, damit er seinen Söhnen und seinem Haus nach ihm befehle, daß sie den Weg des HERRN bewahren, Gerechtigkeit und Recht zu üben.“!

Wie sehr klingt dies and die letzten Worte Jesu an seine Jünger an:

“Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern……., und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“ (Math. 28:20)

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