5.Mose 1:1 – 3:22

Dvarim – Worte

  • Torahlesung: 5.Mose 1:1 – 3:22
  • Haftaralesung: Jesaja 1:1 – 2:7

Übersicht:

  • Rückblick auf die letzten 40 Jahre

Diese ersten 3 drei Kapitel des 5. Buch Mose, sind ein rascher Rückblick über die letzten 40 Jahre, von der Gesetzgebung am Berg Sinai bis hin zur Einnahme und Verteilung des Ostjordanlandes. Oder abgerundet gesagt: Vom Auszug aus der Sklavenschaft in Ägypten bis kurz vor die „einreise“ in das gelobte Land. Wenn man diese Kapitel in einem Atemzug durchliest, kommt man nicht daran vorbei an seinen eigenen Glaubensweg bzw. -erfahrungen, erinnert zu werden.

Nach der Taufe im Wasser, dachten wir, jetzt wo wir eine neue Kreatur geworden sind, läuft alles glatt und leicht „mit dem Herrn“ durch diese finsternde Welt, die leider noch von Satan und seinen bösen Geistern regiert wird. Aber schon nach den ersten paar Tagen, mussten wir feststellen, dass es nicht so einfach ist den „alten Menschen“ auszuziehen, genauso wie es auch für die Kinder Israel schwierig war die alten ägyptischen Gebräuche aufzugeben.

Trotz allen wunderbaren Zusagen des Herrn an uns und damals zu dem Volk Israel, wie:

„Sie her, der HERR dein Gott, hat dir das Land hingegeben; zieh hinauf und nimm’s ein, wie der HERR, der Gott deiner Väter, dir zugesagt hat. Fürchte dich nicht und laß dir nicht grauen,“ (Kap. 1:21)

…fällt es uns immer noch schwer unser ganzes Vertrauen auf Gott zu werfen. (Kap. 1:27-28)

Und wenn wir dann unsern Fehler einsehen und zum Herrn schreien..

„Wir haben an den Herrn gesündigt, wir wollen hinaufziehen und kämpfen…,“ (Kap. 1:41)

..dann wundern wir uns, wenn danach Konsequenzen folgen die wir nicht erwartet haben. Wir bilden uns ein, wir schaffen es auch ohne Gott. Nach dem harten Niederschlag treten wir weinend vor Gott, aber er..

„neigt seine Ohren von uns“ (Kap. 1:45)

So züchtigt der Herr uns Schritt für Schritt, von einer Versuchung bis zur anderen.

„Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HERRN Opfer bringen in Gerechtigkeit.“ (Maleachi 3:3)

Im zweiten Kapitel verlangt Gott von seinem Volk einige Schritte zu tun. Einmal gebot er ihnen durch ein Land zu ziehen ohne es zu bekriegen. (Kap. 2:4-7)

Es gibt also auch Zeiten, wo wir einfach Gott gehorchen sollen, ohne etwas von uns aus zu tun; wo er für uns streitet.

In anderen Zeiten wiederum, werden wir aufgefordert hart gegen das Böse zu kämpfen und es zu überwinden. Das verlangte Gott auch von seinem Volk in der Wüste:

„… Fange an, es einzunehmen, und kämpfe mit ihm.“ (Kap. 2:24) So zu überwinden, dass „… wenn sie von dir hören, ihnen bange und weh werde,“ (Vers 25) und das Böse so zu schlagen wie den König von Baschan „bis ihm keiner übrig blieb. Da nahmen wir zu der Zeit alle Städte ein, und es gab keine Stadt, die wir ihnen nicht nahmen…“ (Kap. 3: 3-4)

So wie mit unserm Herrn nach der Versuchung in der Wüste war gesagt wurde:

„Da verließ ihn der Teufel. Und siehe da traten Engel zu ihm und dienten ihm.“ (Matthäus 4:11)

Wer sind aber unsere Feinde bzw. das Böse gegen die wir wie in einem Krieg kämpfen müssen?

Nein, es ist nicht mein „böser“ Nachbar oder Arbeitskollege. Sondern es ist ein Kampf gegen die Finsternis und ihre bösen Geister.

Paulus beschreibt diesen geistlichen Kampf des individuellen Gläubigen Christen ganz deutlich wie ein Krieg:

„Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.

Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widersand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit“.
(Epheser 6:11-14)

Und diese geistliche Kampfbeschreibung geht dann weiter mit: „Schild des Glaubens“, „feurigen Pfeile des Bösen“, „Helm des Heils“ und „Schwert des Geistes“.

Wenn wir so unsere „neue Kreatur“ betrachten und ständig für das Himmelreich Gottes „kämpfen“, wie in einem Krieg, mit all den Waffen die uns gegeben sind da gibt es keine Pausen, denn der Feind ist dauernd auf Lauer, um uns in Verführung zu bringen. Aber wenn wir bis zum Ende durchhalten, werden wir auch sagen können: „… da verließ mich der Teufel.“

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